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Preisanpassung 2027: Warum ich trotz Bv1-Ausnahme zum Wechsel rate

DN
Drazen Nikolic
4 min Lesezeit

Microsoft verschickt derzeit eine Servicebenachrichtigung an Kunden mit Ressourcen in sieben Regionen: Ab 1. Februar 2027 werden dort bestimmte VM-Serien und Storage-Dienste um 8 bis 17 Prozent teurer. Beim Lesen der Ausnahmeliste bin ich an einem Eintrag hängen geblieben, an Bv1.

Die Zahlen

Betroffen sind laut Mitteilung:

  • North Europe (Dublin): 17 Prozent
  • France Central und France South: je 11 Prozent
  • West Europe (Amsterdam): 9 Prozent
  • Norway East und Norway West: je 9 Prozent
  • Southeast Asia (Singapur): 8 Prozent

Ausgenommen sind unter anderem die gesamte Generation v1 einschließlich Bv1, die Generation v2 und einzelne v7-Serien wie Dsv7, Dlsv7 und Esv7. Die Bv1-Nachfolger Bsv2, Basv2 und Bpsv2 stehen nicht auf der Ausnahmeliste. Da die Mitteilung nur Ausnahmen nennt, zeigt erst die regionale Preisliste, welche Größe tatsächlich steigt.

Warum mich diese Ausnahme stört

Ich erwarte, dass im Frühjahr 2027 viele Vergleichsrechnungen so aussehen: Bv1 bleibt beim alten Preis, der Nachfolger in West Europe kostet bis zu 9 Prozent mehr. Wer nur diese beiden Zahlen nebeneinanderstellt, verschiebt die Ablösung.

Ich halte das für einen Fehler. Für Bv1 gibt es keine Reservierungen mehr, neue Kapazität wird nicht mehr bereitgestellt, und die Abschaltung im November 2028 steht fest. Wer 2027 wartet, migriert 2028 mit weniger Zeit und ohne Spielraum.

Mehr dazu: Azure B-Serie v1: Der Stichtagskalender bis zur Abschaltung 2028

Was ich stattdessen prüfen würde

Interessanter als die Bv1-Ausnahme finde ich die v7-Ausnahme. Viele B-VMs laufen dauerhaft über ihrer Basisleistung, verbrauchen ihre CPU-Credits und werden gedrosselt. Für sie ist eine D-Größe mit fester Leistung ohnehin die richtige Wahl, und in den betroffenen Regionen ist eine v7-Größe von der Anpassung ausgenommen. Die Metrik „CPU Credits Remaining“ über 30 Tage zeigt, welche VMs das betrifft.

Die Frage nach einer anderen Region stelle ich nur, wenn eine VM ohnehin neu aufgebaut wird, wie es bei Windows-VMs beim Wechsel von Bv1 der Fall ist. Austria East, Germany West Central und Switzerland North stehen nicht auf der Liste. Für 9 Prozent allein würde ich nicht umziehen. Latenz, Datentransfer und Compliance wiegen meist schwerer.

Mehr dazu: Bv1 ablösen: ein Leitfaden in sechs Schritten

Bis Februar

  • Budgets und Kostenwarnungen für Februar 2027 an die neuen Preise anpassen.
  • Regionalpreise der geplanten Zielgrößen abrufen, bevor Reservierungen umgetauscht werden.
  • Den Credit-Verlauf aller B-VMs auswerten.

Wenn Sie es genau wissen wollen

Was die Anpassung für Ihre Umgebung bedeutet, rechne ich im Rahmen der Kosten- und Migrationsanalyse auf Basis Ihrer Abrechnungsdaten durch, für Ihre tatsächlichen Regionen und Größen statt mit Durchschnittswerten.

Quellen (Stand 10. Oktober 2026)

  1. Microsoft-Servicebenachrichtigung an Kunden in den betroffenen Regionen: „Action required: Prepare for specific Azure VM series and Azure Storage service price updates in seven Azure regions globally“ (E-Mail, nicht öffentlich verlinkt)
  2. Azure Update 500682: Retirement der Serien F, Fs, Fsv2, Lsv2, G, Gs, Av2, Amv2 und B (15.10.2025)
  3. Microsoft Learn: VM size series retirements, capacity growth restrictions, and modernization guidance
  4. Microsoft Learn: B-series CPU credit model

Liegt Ihre Umgebung in einer der sieben Regionen?

Im Erstgespräch schätzen wir die Auswirkung ab und klären, ob sich eine genaue Rechnung lohnt.

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